Sebastian Fitzek: Amokspiel – Das ungekürzte Hörspiel

7 Stunden, 6 Minuten

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Cover:

Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem grauenhaften Geiseldrama in einem Berliner Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makaberes Spiel…

Rezension:

Ira Samin – selbst psychisch am Ende – wird als Vermittlerin zu einer Geiselnahme gerufen. Dies stellt sich als sehr kompliziert heraus, hat doch der Geiselnehmer eine Radiostation besetzt und spielt ein öffentliches Spiel: Den Cash-Call.

Hierbei wird er stündlich eine beliebige Nummer in Berlin anrufen und sollte sich der Angerufene nicht sofort mit einem bestimmten Satz melden, stirbt eine Geisel. Dies alleine ist schon kompliziert genug – gesteigert wird das ganze noch durch die Forderung des Geiselnehmers: Die Polizei soll ihm seine Verlobte bringen. Leichter gesagt als getan – ist diese doch seit mehreren Monaten bei einem Autounfall gestorben.

Sebastian Fitzek konstruierte in Amokspiel eine interessante Geiselnahme mit einer Vermittlerin, die bereits selbst durch eine Vielzahl an Problemen mit sich selbst beschäftigt ist und gar dem Leben überdrüssig geworden ist.

Das Hörspiel ist dabei genauso professionell aufgebaut, wie bereits „Das Kind“ vom selben Autor. Im Gegensatz zu „Das Kind“ ist „Amokspiel“ aber nicht ganz so spannend und aufreibend konstruiert. Nichts desto trotz besitzt die Geschichte ausreichend Wendungen und Spannungselemente, um auch diesmal den Hörer bei der Stange zu halten.

Einige Elemente werden dem geneigten Thrillerleser ein wenig zu schnell klar und wirken dadurch etwas konstruiert als auch vorhersehbar. Gleichzeitig machen sie aber ausreichend Spaß beim Zuhören, um ein befriedigendes Gefühl zu hinterlassen. Keine nervenaufreibende Story – aber in Form des Hörspiels interessant genug, um als empfehlenswert zu gelten.

Jürgen Seibold/27.01.2015

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