Frédéric Neuwald: Götterschwert

Originaltitel: L’Ombre d’Alexandre (2004 bei Flammarion, Paris)

Übersetzung: Nora Schreiber

Deutsche Erstausgabe Dezember 2005

c 2004 by Editions Flammarion

c 2005 für die deutschsprachige Ausgabe by Knaur Taschenbuch.

ca. 365 Seiten

COVER:

Als der junge Archäologe Morgan im Nachlass eines bekannten Wissenschaftlers auf ein mysteriöses Schwert stößt, ist sein Interesse sofort geweckt – vor allem als sich herausstellt, dass sein Kollege keines natürlichen Todes gestorben ist.

Stammt dieses Schwert aus dem Grab Alexanders des Großen? Alles scheint darauf hinzudeuten – aber wieso besteht es dann aus einem Material, das zu jener Zeit noch völlig unbekannt war?

Morgan gelingt es, die Mittel für eine kostspielige Expedition aufzutreiben – und muss bald entdecken, dass er nicht der Einzige ist, der hinter dem Geheimnis her ist. Es beginnt ein mörderischer Wettlauf gegen die Zeit…

REZENSION:

Götterschwert von Frédéric Neuwald ist ein ziemlich schwer einzuschätzendes und einzuordnendes Buch.

Einerseits ein gewaltiger Action-Trip mit einer sagenhaften Geschwindigkeit wie einst Harrison Ford in seiner Paraderolle als Indy. Zusätzlich eine geniale Idee, die die Erwartungen des Lesers in unerreichbare Höhen treibt.

Dadurch entsteht auch das Problem des Buches: Es bleibt leider zu viel unbeantwortet.

Wollen wir dies nun etwas genauer betrachten:

Götterschwert handelt von einem Fund, den es so eigentlich nicht geben dürfte. Es handelt sich nämlich um ein Schwert aus Titan, dessen Altersbestimmung den sagenhaften Wert von circa 3.500 Jahren ergab. Jeder kann sich sicherlich vorstellen, dass zu jenen Zeiten Titan noch nicht unbedingt der Stoff zur Bearbeitung war.

Durch diesen Fund ergibt sich die klassische Jagd auf den momentanen Eigentümer und weitere Erforschungen zu den Hintergründen des Schwertes.

Dies alles wird in einer hochspannenden und unterhaltsamen Art und Weise erzählt und es ist erstaunlich, wie schnell man ein Buch zu Ende lesen kann – man ist bei diesem Werk wirklich gefesselt.

Nun kommen wir zu dem Manko des Buches: Es ergeben sich viele Fragen während der Lektüre des Buches – woher kommt das Schwert, wie konnte es entwickelt werden, …. – leider werden diese nur unzureichend beantwortet. Hinzu kommt die Dimensionslosigkeit der Akteure – alles in allem wirken die durchgehend sehr geradlinig.

Als kleines Fazit kann man also nur noch sagen:

Geniessen Sie das Buch als sehr spannenden Actionroman und hinterfragen Sie nicht zu viel – das Buch wird es Ihnen danken und Sie mit einer extremen Kurzweil belohnen.

Jürgen Seibold/01.11.2006

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