Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case – Geruch des Teufels

Originaltitel: Brimstone

Übersetzung: Klaus Fröba

c 2004 by Lincoln Child and Splendide Mendax, Inc.

c 2005 der deutschsprachigen Ausgabe bei Droemer Verlag, München.

ca. 625 Seiten

COVER:

Ist der Leibhaftige in die Welt zurückgekehrt, um die Sünder zu richten? Eine Sekte schürt die Panik der Menschen, als kurz hintereinander zwei verbrannte Leichen gefunden werden – und prophezeit, dass als nächstes das moderne Sodom in Flammen aufgehen wird: New York City!

FBI Special Agent Pendergast hat eine Menge Erfahrung mit bizarren Mordfällen – und er glaubt nicht, dass das jüngste Gericht kurz bevorsteht. Stattdessen folgt er ganz irdischen Spuren. Sie führen ihn nach Italien, wo die beiden Opfer vor Jahren ein dunkles Ritual zelebrierten. Sollten sie dabei ein mythisches Portal geöffnet haben? Oder sind die rituellen Morde nur Ablenkungsmanöver? Tatsächlich findet Pendergast immer mehr Hinweise auf eine Verschwörung, in der nicht der Leibhaftige, sondern modernste Wissenschaft die entscheidende Rolle spielt …

Douglas Preston, Mitarbeiter des Naturhistorischen Museum in New York, hatte sich bereits als Sachbuchautor einen Namen gemacht, als er den Verlagslektor Lincoln Child kennen lernte. Gemeinsam schrieben sie 1995 den Wissenschaftsthriller Relict, der zum internationalen Bestseller wurde. Seither setzt das Team seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit bislang sieben Erfolgstiteln fort: Der eine liefert den exakten wissenschaftlichen Hintergrund, der andere arrangiert die Spannungsbögen.

Die Romane von Douglas Preston und Lincoln Child:

Relict – Mount Dragon – Attic – Riptide – Thunderhead – Ice Ship – Formula – Ritual

Die Romane von Lincoln Child:

Das Patent – Eden Inc.

REZENSION:

Auf dem Buchcover liest man den Schriftzug “Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast” – somit scheint es schon den ein oder anderen Fall mit Pendergast in der Hauptrolle zu geben. Vielleicht ist dies auch genau das Problem, da das vorliegende Buch mein erstes “Pendergast-Buch” ist.

Douglas Preston und Lincoln Child jedoch sind mir als Garant für Spannung ein sehr guter Begriff und dementsprechend erfreut war ich über die Möglichkeit, ein weiteres Buch dieser Autoren zu lesen.

Im Gegensatz zu anderen Werken (auch solo) dieser Autoren hat man jedoch beim Genuss dieses Buches leider nicht das Gefühl, das es ein ähnlicher Blockbuster ist oder werden kann. Sicherlich ist es sehr spannend erzählt und die Charaktere gut gezeichnet. Leider scheint die Geschichte ein wenig zu konfus konstruiert, obwohl der Grundgedanke prinzipiell erheblich mehr hergeben könnte.

Die Geschichte beginnt ziemlich spannend und relativ gut erzählt – leider verlieren sich die Autoren ein wenig und man fragt sich, was das eigentlich soll. Dies zieht sich durch die gesamten 600 Seiten und es bleibt lediglich ein spannender Agentenroman übrig, der jedoch nicht die Kurve kriegt und sich scheinbar nicht zwischen Fantasyelementen oder einem guten Agententhriller entscheiden kann.

Autoren, die hiermit nicht ihr erstes Werk vorlegen, sollten erheblich mehr Routine in der Erschaffung von Geschichten haben und den Leser nicht unbefriedigt zurücklassen.

Schade eigentlich, da sie sich mit diesem Werk ein wenig selbst demontieren.

Jürgen Seibold/25.03.2006

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