Christian Jacq: Im Bann des Pharaos

Scherzverlag 2002

COVER:

Ein junger, mittelloser Tiermaler und ein milliardenschwerer englischer Lord – was können diese zwei Menschen gemeinsam haben?

Lord Carnarvon und Howard Carter sind beide große Liebhaber der alten ägyptischen Kultur, Schon früh hat Carter seinen Beruf gewechselt und als Archäologe unzählige alte Gräber entdeckt. Doch sein großer Traum blieb bisher unerfüllt: Das Grab des legendären Tutenchamun zu finden.

Auf dem Grab des Pharaos scheint jedoch ein Fluch zu liegen …

REZENSION:

Wenn sich jemand für Geschichte interessiert, insbesondere für die sagenhafte Entdeckung des unglaublichen Schatzes Tutenchamuns, und Probleme mit den trockenen Fachbüchern hat, der ist mit diesem Buch gut beraten.

„Im Bann des Pharaos“ ist ein Roman der gleichzeitig perfekt als Fachbuch fungieren kann. Man kann mit diesem Buch in die Geschichte Lord Carnavons und Howard Carters einsteigen und erfährt so nebenbei alle Schwierigkeiten, Probleme und Wirren der Zeit in der diese beiden Akteure lebten.

Es ist unwahrscheinlich interessant, welche Steine dem Archäologen in den Weg gelegt wurden und wie er trotz des berühmtesten Schatzes nicht als professioneller Archäologe anerkannt wird, da er sich die Forschung autodidaktisch beigebracht hat.

Man merkt, wie borniert die Menschen sein können – keiner seiner „Fachkollegen“ hat gemerkt, das Carter eigentlich die Archäologie erst in die richtige Richtung gebracht hat. Vor ihm handelte es sich nur um ein Ausplündern von Gräbern und nicht um wissenschaftliche Feinarbeit.

Man merkt, wie korrupt Menschen (insbesondere Politiker) sein können und man merkt jedoch auch, wie es jemand mit einem starken persönlichen Einsatz und Kampf trotzdem schafft.

Ich ziehe meinen Hut vor Howard Carter!!!

Das Buch ist sachlich geschrieben und natürlich nicht mit einem reinen Fiction-Buch zu vergleichen. Es baut aber trotzdem eine gewisse Spannung auf: Man will förmlich an der Entdeckung des Grabes dabeisein.

Christian Jacq schafft es hiermit locker, einen Geschichtsunterricht abzuhalten, bei dem die Kids nicht in der hinteren Bank einpennen – hier bleibt man am Ball!

Wer sich nur ein bißchen für die Entdeckung des Grabes interessiert, kann an diesem Buch nicht vorbeigehen.

JS/10.06.03

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